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Wolfgang`s Gedanken und Gedichte zu Fragen unserer Zeit

Ich möchte gerne meine Gedanken zu Fragen unserer Zeit darlegen und auch das ein oder andere Gedicht schreiben




Verfasst am 12.03.2004 15:08:35 Uhr
Du bist wie eine Blume
Heinrich Heine

Du bist wie eine Blume
so hold und schön und rein;
ich schau' dich an, und Wehmut
schleicht mir ins Herz hinein.


Mir ist, als ob ich die Hände
aufs Haupt dir legen sollt',
betend, daß Gott dich erhalte
so rein und schön und hold.


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Verfasst am 11.02.2004 19:03:15 Uhr
91.Novelle
91. Novelle

Nutzlose Drohung

Als ich jüngst in der Grafschaft Flandern in einer der größten Städte des Landes war, erzählte mir ein schmucker Geselle eine heitere Geschichte von einem Mann, dessen Frau so zuchtlos, liebebedürftig und geil war, daß sie sogar damit einverstanden gewesen wäre, wenn man sie auf offener Straße vorgenommen hätte. Ihr Mann wußte wohl um ihre Aufführung, doch vermochte er kein Mittel zu erkunden und zu finden, um sie davon abzubringen, so sehr war sie ihrem Handwerk ergeben. Er drohte sie zu schlagen, allein zu lassen oder zu töten, doch frage, wer mag, ebenso hätte er einem tollen Hund oder einem andern Vieh drohen können. Sie trieb sich in allen Straßen herum und verlangte nach nichts als Liebesgenuß. In der ganzen Gegend gab es nur wenige Männer, denen sie sich nicht zugesellt hätte, um ein Flämmchen ihres großen Feuers zu löschen. Und wer sie kaufen wollte, bekam sie ebensogut auf Kredit wie gegen bar, gleichviel ob der Mann alt, häßlich, bucklig, ungestalt oder sonst wie mißgestalt war. Kurz, niemand ging von ihr, ohne seinen Teil erhalten zu haben.

Als der arme Mann sie bei diesem Leben beharren und seine kräftigen Drohungen nichts fruchten sah, kam er auf den Gedanken, sie auf eine Art und Weise, von der er sich viel versprach, zu schrecken. Als er sie in seinem Haus allein hatte, sagte er zu ihr: »Johanna oder Beatrix« - wie er sie nannte -, »ich sehe wohl, Ihr bleibt hartnäckig bei diesem schändlichen Lebenswandel, und was ich Euch auch für eine Strafe androhe, Ihr kehrt Euch genausowenig daran, wie wenn ich geschwiegen hätte.«

»Ach, lieber Mann«, entgegnete sie, »ich bin noch weit bekümmerter als Ihr, und mir geht's noch viel mehr nahe. Doch ich weiß kein Mittel dagegen, denn ich bin nun einmal unter solch einem Stern geboren, daß ich den Männern dienstwillig und gefällig sein muß.«

»So«, sagte der Mann, »seid Ihr dazu bestimmt? Zum Teufel, da habe ich wahrhaftig ein gutes und schnelles Mittel.«

»Ihr wollt mich töten«, versetzte sie, »ein anderes Mittel gibt's nicht.«

»Laßt mich nur machen«, entgegnete er, »ich weiß etwas viel Besseres.«

»Und was denn?« fragte sie.

»Beim Tode Gottes«, rief er, »ich werde Euch eines Tages so lange vornehmen, bis ich Euch ein Viertelhundert Kinder gemacht habe, dann von Euch gehen und sie Euch allein ernähren lassen.«

»Ihr?« rief sie. »Wie wollt Ihr das beginnen? Ihr würdet es nie zustande bringen, solche Drohungen schrecken mich wenig, ich fürchte Euch nicht. Kommt her! Wenn ich Euch weiche, soll man mich zur Nonne scheren. Wenn Ihr kräftig genug zu sein glaubt, kommt nur heran und fangt gleich an, ich will schon stillhalten.«

»Zum Teufel mit solch einem Weib«, sagte der Mann, »man kann es durch nichts bessern!«

Er sah sich gezwungen, sie ihre alten Wege wandern zu lassen, allzu oft hatte er sich den Kopf darüber zerbrochen, wie er sie dazu bringen könnte, den Hintern ruhig zu halten; nun ließ er sie laufen wie eine Hündin zwischen zwei Dutzend Hunden und all ihre Begierden und zuchtlosen Wünsche befriedigen.

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Verfasst am 10.02.2004 10:00:39 Uhr
Meine neue Seite
http://www.leipzigbuch.de/
Wünsche allen Lesern einen schönen Tag
Liebe Grüße Wolfgang

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Verfasst am 05.02.2004 12:01:29 Uhr
Thema des Tages
Die Grünen sind pragmatischer und offener geworden und so auch ein möglicher Koalitionspartner. Das ist erstaunlicherweise CSU-Chef Stoiber aufgefallen. Sicher nicht ganz zufällig vertraut er seine Beobachtungen der Öffentlichkeit zu einem Zeitpunkt an, da es im rot-grünen Koalitionsgebälk ordentlich knirscht. Der Grünenpolitiker Metzger nimmt die Vorlage dankbar auf und verweist auf viele Gemeinsamkeiten mit der Union.


So nett können Politiker gegensätzlicher Lager miteinander umgehen, wenn es gegen einen Dritten geht - die SPD. Der droht angesichts von 14 Wahlen in diesem Jahr das Desaster. Da muss man schon jetzt rufen: Hallo, hier sind die Gewinner und wir verstehen uns eigentlich recht gut. Gemeinsam geht man so auf Abstand zum Scherbenhaufen der aktuellen Reformpolitik, den die große Regierungspartei natürlich zuallererst zu verantworten hat. Aber eben nicht nur sie, denkt man allein an die Gesundheitsreform.


Doch die SPD tut auch alles, um ihrem Ruf als halbherzige Reformerin gerecht zu werden. Die notorischen Bedenkenträger in der Kanzlerpartei fangen an zu lärmen und warnen: Die Schlagzahl ist zu hoch! Dabei kann von wirklichen Reformen im Sinne gesellschaftlicher Umgestaltung bisher gar nicht die Rede sein. Sei es im Gesundheitswesen, bei den Renten oder den Steuern und Subventionen - bisher geht es doch nur darum, das Deckbett der Staatsfinanzen hin und her zu ziehen, worauf es mal an diesem und mal an jenem Ende zu kurz ist.


Dabei war man sich lange Zeit auch in der SPD einig, dass die Bürger zu Opfern und Einschnitten bereit sind, wenn man ihnen nur das Ziel ordentlich erklärt. Doch das ist augenscheinlich abhanden gekommen oder gab es nie. So gewinnen im sozialdemokratischen Machterhaltungsverein jene die Oberhand, die meinen, jetzt die Notbremse ziehen zu müssen, bevor der Reformzug überhaupt richtig Fahrt aufgenommen hat.


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Verfasst am 28.01.2004 14:39:41 Uhr
Meine neue Seite
http://shop3.webmailer.de/cgi-bin/ePages.storefront/DE/Catalog/669597
Da gibt es gebrauchte Bücher.Jeden Tag kommen neue hinzu.
Allen Lesern einen schönen Tag
Liebe Grüße
Wolfgang

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